Pfarrkirche

Marienkirche (Pfarrkirche)

Der Bau dieser Kirche erfolgte in den Jahren 1280 bis 1320. Zuvor befand sich an ihrer Stelle mit Sicherheit eine Holzkirche, die abgebrochen worden ist, als der gemauerte Chorraum errichtet wurde. Die Pfarrkirche stellte eines der größten sakralen Bauwerke im Ordensstaat dar und war auch Vorbild für andere im Culmer Land neu errichtete Gotteshäuser.

Pfarkirche

Die Kirche ist der einzige streng ausgerichtete Sakralbau in der Culmer Altstadt, denn er liegt auf einer West - (Eingang) - Ost - (Chorraum) - Achse. Das Gotteshaus besteht aus einem einfach geschlossenen Chorraum und einem hallenförmigen Korpus mit drei Schiffen. Charakteristisches Merkmal dieses Objekts ist die asymmetrische Fassade mit zwei Türmen, wobei der rechte Turm wesentlich kleiner ist. Einer Legende nach hatten sich die Arbeiten am Turm verzögert, weshalb sich die Baumeister dazu entschlossen, auch sonn- und feiertags zu arbeiten. Dies rief den Zorn Gottes hervor und der fast fertige Turm wurde von einem Blitz getroffen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Turm wegen eines Brandes und eines anschließenden Einsturzes nicht fertig gestellt wurde, weil kein Geld mehr für die Fortsetzung des Baus vorhanden war. Im 14. Jahrhundert wurde die Heilig-Geist-Kapelle und 1560 die der Leidenden Gottesmutter von Culm gewidmete Kapelle geschaffen.

Das Innere der Kirche schmücken die ursprünglichen Elemente aus der Gotik und den folgenden Epochen. Der Hauptaltar stammt aus dem Jahr 1710. Die Pfeiler im Hauptschiff besitzen im 14. Jahrhundert gefertigte Apostelfiguren (eine Ausnahme bildet der Pfeiler, an dem sich die Kanzel befindet). An der Wand des Nordschiffs sind Fragmente von Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert erhalten geblieben. Dort befindet sich auch eine eingemauerte Grabplatte aus dem Jahr 1319. Sie stellt Lambert Longus, einen Culmer Bürger dar, und weist folgende Inschrift auf: "Was fürchtet Ihr Euch jetzt, denkt bitte daran, dass ich der bin, der Ihr sein werdet, ich war einst der, der Ihr jetzt seid". Im Südschiff befindet sich ein Weihwasserbecken aus dem 14. Jahrhundert und an einem der Pfeiler ein Altar, der in jüngster Zeit Culm bekannt gemacht hat. Dieser enthält nämlich einen Reliquiar mit sterblichen Überresten des heiligen Valentin. In der Nähe des Hauptaltars hängt eine Melusine, also ein Leuchter, der die Form eines Hirschkopfes hat. An einem Hanfseil aufgehängt, reagiert er auf die Luftfeuchtigkeit, wodurch er als Barometer dient. Wendet er sich dem Altar zu, kündigt er gutes Wetter an. Dreht sich der Kopf in Richtung Eingangstür, ist mit Regen zu rechnen.

PfarrkircheDie Kirche befindet sich neben dem Markt und nimmt den gesamten Bereich zwischen den Straßen ul. Toruńska, ul. 22 Stycznia, ul. Franciszkańska und ul. Szkolna ein.

Galerie

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© Grzegorz Góra, moje-chelmno.pl