Kirchen

Der endgültige, gegenwärtige Standort der Stadt sowie die Tatsache, dass der Deutsche Orden ursprünglich für Culm die Funktion der Hauptstadt des Ordensstaates vorgesehen hatte, waren ausschlaggebend dafür, dass die Stadt großzügig angelegt wurde. Auf einem relativ kleinen Gebiet wurden drei große Gotteshäuser gebaut, nämlich die Marienkirche (Pfarrkirche) mit der St.-Martins-Kapelle sowie die Kirchen der Klöster, die von den Franziskanern und den Dominikanern genutzt wurden. Dem Orden der Zisterzienserinnen gehörte die Kirche St. Johannes' des Täufers und Johannes' des Evangelisten (Teil des heutigen Klosterkomplexes der Barmherzigen Schwestern). Darüber hinaus entstanden noch kleinere Kirchen, nämlich die Heilig-Geist-Kirche, an der sich früher Gebäude befanden, die als Spital dienten (vergleichbar mit heutigen Obdachlosenunterkünften), sowie die nicht mehr vorhandene Georgskirche (vor dem Tuchtor), in der Leprakranke untergebracht wurden.

Mit dem Bau der genannten Kirchen wurde etwa zur selben Zeit begonnen (d.h. gegen Ende des 13. Jahrhunderts). Obwohl seitdem 700 Jahre vergangen sind und viele von ihnen Zeugen einer schicksalsreichen Geschichte waren, können wir diese Gotteshäuser heute in unveränderter Form bewundern. Die reiche Inneneinrichtung ist nur in der Pfarr- und in der Klosterkirche erhalten geblieben. Die übrigen Kirchen sind wesentlich bescheidener ausgestattet (gleich nach der Kassation der Klöster im 19. Jahrhundert und in den folgenden Jahrzehnten wurden Altäre, Verzierungen usw. in andere Gotteshäuser in der Umgebung von Culm gebracht). Das jüngste sakrale Bauwerk in der Culmer Altstadt ist die neuromanische Garnisionskirche.

Seit 2005 laufen in Culm denkmalpflegerische Sanierungsarbeiten (Projekt „Revitalisierung der architektonischen Sehenswürdigkeiten der Stadt Culm”), so dass die am stärksten beschädigten Kirchen die Chance erhalten haben, wieder aufzublühen. Sie werden uns erneut ihre Tore öffnen und wir werden noch lange das bewundern können, was uns bis vor kurzem noch unzugänglich war.

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© Grzegorz Góra, moje-chelmno.pl